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Philips

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Informationen zur "Philips"-Sammlung

Der niederländische Konzern Philips wagte sich mit zwei bemerkenswerten Konsolen in die Welt der Videospiele. Ende der 1970er Jahre beschloss Philips, nach der Übernahme von Magnavox, den Markt für Videospielkonsolen zu betreten und produzierte das Videopac, einen Klon des 1978 in den USA eingeführten Odyssey². Diese Konsole, die unter verschiedenen Marken (Radiola, Schneider, Siera) vermarktet wurde, verfolgte eine Strategie, um die Videopac-Serie als europäischen Standard zu etablieren.

Das Videopac zeichnete sich durch seine integrierte Tastatur und seine Regler mit kreisförmigem Rad aus, litt aber unter technischen Einschränkungen im Vergleich zum Atari 2600. Aufgrund der Entscheidung, einen Mikrocontroller anstelle eines echten Mikroprozessors zu verwenden, war das Videopac seinen Konkurrenten gegenüber eher rückständig. Trotzdem erzielte die Konsole in Europa mit ihren nummerierten Cartridges und ihren oft mehrfachen Spielen pro Träger einen mäßigen Erfolg.

In den 1990er Jahren unternahm Philips einen zweiten Versuch mit dem CD-i (Compact Disc Interactive). Philips vermarktete das CD-i zunächst als Familienunterhaltungsprodukt und vermied es, Videospiele zu betonen, um Konkurrenz mit Spielkonsolen zu vermeiden. Frühe Veröffentlichungen konzentrierten sich auf Bildungs-, Musik- und Selbstverbesserungstitel. Das System war jedoch, da es hauptsächlich als Multimediaplayer konzipiert war, im Vergleich zu anderen Gaming-Plattformen untermotorisiert, was zum kommerziellen Scheitern dieser ehrgeizigen Multimediaplattform führte.

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